Liebeskummer hat mein Leben zerstört.

0 106

Diese Geschichte ähnelt dem Leben Tausender junger Menschen, die von Sucht heimgesucht werden! Die Sucht ist eine zerstörerische Geißel, die Tausende von Männern und Frauen in unserem Land leiden lässt und viele Familien zerstört hat.

Junge Menschen, die einst starke Unterstützer und Vertreter ihrer Familien waren und das Brot ihrer Familien verdienten, werden nun von ihrer warmherzigen Familie und ihrer Gemeinschaft durch Drogenabhängigkeit ferngehalten und leben in den Ruinen und Friedhöfen der Stadt.

Gemäß den Statistiken, die vom Amt für Drogenbekämpfung während der früheren Regierung Afghanistans vorgelegt wurden, waren über fünfzigtausend Menschen in der Provinz Herat drogenabhängig.

Unter ihnen ist Ghulam Faqir (35), der seit 7 Jahren vollständig drogenabhängig ist.

Die tragische Geschichte von Ghulam Faqirs Leben und warum er sich den Drogen zugewandt hat, zeigt sein dramatisches Schicksaal.

Vor Jahren verliebte sich Ghulam Faqir in ein Mädchen aus seiner Familie. Aufgrund der familiären Beschränkungen und wirtschaftliche Probleme konnte er jedoch mit seiner Liebe nicht vereint werden.

Ghulam Faqir konnte mit dem Liebeskummer nicht umgehen und trat schließlich aus den Reihen der polizeiliche Sicherheitskräfte aus und wandte sich der Drogenabhängigkeit zu, um sein Schmerzen und Leiden zu „betäuben“.

Es dauerte nicht lange bis dieser starke junge Mann zu einem streunenden Junkie auf der Straße wurde, woraufhin seine Familie und Freunde ihn fallengelassen haben.

Er verbrachte eine bedeutende Phase seines Lebens in den Ruinen der Stadt und teilte sich alles mit den anderen Süchtigen.

Tagsüber sammelte er Plastik und Aluminiumflaschen von den Straßen, um sie zu verkaufen und sich die benötigten Drogen zu besorgen. Des Öfteren überlebte er die Nächte unter den schlimmsten Bedingungen, manchmal ohne jeglichen Unterschlupf, selbst unter Schnee und Regen.

Ghulam Faqir diente in der Republikregierung als Soldat und war nach seinen eigenen Angaben der Hauptverdiener einer kleinen und friedlichen Familie, bestehend aus Vater, Mutter und zwei Schwestern und Brüdern.

Im Laufe der sieben Jahre hat er viele ihm wichtige Menschen unter anderem seine Mutter, seinen Vater und seinen Bruder verloren.

 

Nach Angaben dieses jungen Mannes sah ihn während seiner Zeit als Drogenabhängiger die ganze Gesellschaft nur noch als einen Junkie und betrachteten ihn nicht mehr als einen Mensch. Er hatte weder Ansehen noch Glaubwürdigkeit bei jemandem.

Ghulam Faqir war oft verzweifelt über sein Leben und wollte nicht mehr am Leben bleiben.

Er sagte, dass er vor einigen Monaten von örtlichen Mitarbeitern zusammen mit einer Gruppe anderer Abhängigen in ein Drogenentzugszentrum gebracht wurde und nun zu einem gesunden Menschen geworden ist. Mittlerweile hat er das Schneiderhandwerk als Beruf erlernt. Er hätte nie gedacht, dass er jemals von dieser verheerenden Krankheit befreit sein könnte. Aber jetzt hat er Hoffnung in seinem Leben und sein Wunsch, zu überleben und ein neues Leben zu beginnen, wird in ihm geweckt.

Er ist nun aufgrund der Überwindung seiner Sucht und die Erlernung einer Ausbildung, stolz auf sich und ist sehr dankbar. Es ist geplant, dass Ghulam Faqir und einige andere, die in diesem Suchtentzugszentrum geheilt wurden, nach Abschluss ihrer Ausbildung in die Gesellschaft zurückkehren und ein neues Leben beginnen können.

Die Verantwortlichen dieses Drogenentzugszentrums sagen, dass derzeit rund viertausend Abhängige in diesem Zentrum behandelt werden, von denen mehr als 350 Personen in verschiedenen Bereichen wie Schneiderei, Motorradbau, Elektrotechnik, Handyreparatur und anderen Berufen geschult werden. Diese tragische Geschichte von Ghulam Faqir verdeutlicht die zerstörerischen Auswirkungen von Liebeskummer und Sucht auf das Leben eines Menschen. Es ist wichtig zu erkennen, dass Sucht ein komplexes Problem ist, das oft tieferliegende Ursachen hat.

In diesem Fall führte die unerfüllte Liebe und der damit verbundene Liebeskummer dazu, dass Ghulam Faqir seine Probleme mit Drogen zu vergessen versuchte. Er verlor den Halt in seinem Leben, gab seinen Job auf und wurde schließlich obdachlos. Seine Sucht führte dazu, dass er seine Familie und seine Gemeinschaft verlor und in den Ruinen der Stadt lebte.

Glücklicherweise wurde Ghulam Faqir von örtlichen Mitarbeitern in ein Drogenentzugszentrum gebracht, wo er eine Chance erhielt, seine Sucht zu überwinden und eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf zu absolvieren. Durch diese Unterstützung und die erlernten Fähigkeiten hat er nun die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen und wieder an der Gesellschaft teilzuhaben.

Die Geschichte von Ghulam Faqir unterstreicht die Bedeutung von Prävention, Aufklärung und Unterstützung für Menschen, die mit Liebeskummer und Sucht konfrontiert sind. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft diejenigen unterstützen, die von solchen Herausforderungen betroffen sind und ihnen die nötige Hilfe und Unterstützung bieten, um ihre Lebenssituation zu verbessern.

Es ist ebenso wichtig anzumerken, dass jeder Mensch einzigartig ist und verschiedene Bewältigungsstrategien benötigt, um mit Liebeskummer und anderen schwierigen Emotionen umzugehen. Es gibt verschiedene Ressourcen, wie Therapie, Beratung und Unterstützungsgruppen, die helfen können, mit solchen Herausforderungen umzugehen.

 

Übersetzung des Berichts: „Nazeer Hashemi, ein Reporter der Münchner Zeitung, in Herat“

Edit: „S.A. Sadat“

Inhaltsprüfer: „Hares Tuchi“

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.